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Die Tourismussituation in DeutschlandDer Tourismus in Deutschland ist derzeit nicht nur einer der größten Arbeitgeber im Lande, sondern sicherlich auch einer der größten Wachstumsmärkte. Dies zeichnet sich u.a. durch den immer größer werdenden Anteil der deutschen Urlauber ab, die in der Heimat den Urlaub verbringen. Die Deutschen entdecken das eigene Land als Urlaubsland und verhelfen der Tourismusbranche zu einem Boom. Laut einer Studie des BAT-Freizeit-Forschungsinstituts sind allein im Tourismus im nächsten Jahrzehnt zweistellige Zuwachsraten zu erwarten.
Welche Perspektiven bringt das Jahr 2008. Die Forschungsgesellschaft Urlaub und Reisen (F.U.R.) stellt in ihrer Reiseanalyse 2008 dazu nüchtern fest: Die Deutschen werden auch in den kommenden Jahren ihrer liebsten Gewohnheit treu bleiben: Reisen. In wirtschaftlich schlechten Zeiten sparen die Deutschen lieber bei den Ausgaben für Kleidung, Wohnung und Gesundheit als beim Urlaub. Konstanz zeichnet die Deutschen auch bei der Wahl ihrer Urlaubsziele aus: Mit einem Marktanteil von über 30% ist Deutschland auch 2007 das bei weitem beliebteste Reiseziel der Deutschen. Im Inland bietet der Blick auf die Top5 ein gewohntes Bild.: Bayern baut seine Führungsposition im Vergleich zum Vorjahr etwas aus. Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Baden-Württemberg folgen auf den Plätzen. Gemeinsam sind diese fünf Bundesländer das Ziel von ¾ aller Inlandsurlaubsreisen. Ein weiteres Drittel der Urlaubsreisen führt ans Mittelmeer, das letzte Drittel in die übrige Welt. Die Informationsbeschaffung der Urlauber erstreckte sich bei der Suche nach dem gewünschten Reiseziel auf immer mehr Informationsquellen. Interessantes Ergebnis der Analyse: Die neuen Medien, etwa das Internet, entwickeln sich enorm. Im Januar 2008 hatten 62% der Bevölkerung ab 14 Jahre Zugang zum Internet. Von diesen 40,1 Mio. Menschen haben bereits 29,2 Mio. das Internet zur Information über Urlaubsreisen verwendet, 15,2 Mio. haben schon einmal online gebucht. Damit setzt sich der Bedeutungszuwachs des Mediums Internet für die Information über und die Buchung von Urlaubsreisen unvermindert fort. Interessant ist auch das Ergebnis hinsichtlich der Urlaubslandschaftspräferenzen. Küstenziele wecken die größte Reiselust und werden noch stärker bevorzugt als vor 20 Jahren. Auf deutlich niedrigerem Niveau können Städte und Flachland zulegen. Hoch- und Mittelgebirge dagegen sinken in der Gunst der Deutschen. Diese Entwicklung schlägt sich auch in der realen Nachfrage wieder. Der Inlandstourismus erobere Marktanteile um 35% zurück, die er vor der Jahrtausendwende bereits schon einmal besessen habe. Diese Entwicklung werde durch den demographischen Wandel noch verstärkt, so die BAT-Studie. „Statt Wärme, Ferne und Weite wird jetzt wieder mehr die Nähe gesucht“. Auch der Trend zu immer kürzeren Reisen ist gestoppt. Sank die durchschnittliche Reisedauer von 18,2 Tagen im Jahr 1980 auf 12,8 Tage im Jahr 2004, waren die Urlauber im vorigen Jahr durchschnittlich wieder 13,2 Tage unterwegs. Da in diesem Falle die Anreise einen gewissen zeitlichen Aufwand nicht überschreiten soll, suchen sich die Urlauber Ziele in einem kleineren Radius aus. Hiervon profitiert ganz besonders die Küstenregion an der Nordsee. Mit Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vor den Toren ist hier schon fast eine Ganzjahresaison zu erkennen. Als Fazit kann man festhalten, dass die Situation im Segment der Ferienwohnungen und Ferienhäuser nicht positiver sein könnte. Aufgrund der Tatsache, dass viele der "neuen" Gäste erfahrungsgemäß in den nächsten Jahren wieder buchen, kann man sehr beruhigt in die Zukunft schauen. |
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